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Akinware
Hände tippen am Laptop, daneben eine Bezahlkarte

Was ist Shopify?

Shopify ist das gemietete Shopsystem aus Kanada, mit dem ein Onlineshop in Tagen statt Monaten steht. Wie es funktioniert, was es wirklich kostet und wo die Miete an ihre Grenzen kommt, verständlich erklärt.

Lesezeit
8 Minuten
Autor
Samet Akin
Veröffentlicht

Was ist Shopify?

Shopify ist ein Shopsystem des kanadischen Unternehmens Shopify Inc. und seit 2006 am Markt. Der entscheidende Unterschied zu Systemen wie Shopware steckt im Betriebsmodell: Shopify wird nicht auf einem eigenen Server installiert, sondern gemietet. Server, Updates, Sicherheit und Verfügbarkeit sind Sache des Anbieters, ihr kümmert euch nur um Produkte, Inhalte und Bestellungen.

Das Modell nennt sich Software as a Service, und es erklärt beide Seiten von Shopify. Die gute: niemand bei euch muss Updates einspielen, Backups prüfen oder nachts raus, wenn der Server steht. Die andere: ihr arbeitet in einem System, das allen Kunden gehört und für alle gleich funktioniert. Was Shopify nicht vorsieht, könnt ihr nicht einbauen, sondern nur über Apps ergänzen.

Weltweit gehört Shopify zu den meistgenutzten Shopsystemen, Millionen von Shops laufen darauf. Besonders stark ist es bei kleinen und mittleren Sortimenten: der Rösterei mit dreißig Sorten, dem Modelabel mit einer Kollektion, dem Hersteller, der neben dem Fachhandel direkt verkaufen will.

Wie funktioniert Shopify?

Nach der Anmeldung bekommt ihr eine Verwaltung im Browser: Produkte anlegen, Preise setzen, Bestellungen abarbeiten, alles an einem Ort. Zahlungsarten, Versandregeln und Steuersätze sind vorbereitet und werden eingestellt statt entwickelt. Wer schon einmal mit einem Redaktionssystem gearbeitet hat, findet sich in Shopify an einem Nachmittag zurecht, und genau das ist der Kern des Produkts.

Das Aussehen des Shops bestimmt ein Theme. Es gibt fertige Themes zum Kaufen, und es gibt die Möglichkeit, ein eigenes zu entwickeln. Dafür hat Shopify eine eigene Vorlagensprache namens Liquid, mit der Entwickler Seitenaufbau und Bausteine anpassen. Funktionen, die das System nicht mitbringt, kommen aus dem App-Store: Bewertungen, Abo-Verkauf, Anbindungen an Versanddienstleister und vieles mehr, meist gegen eine eigene monatliche Gebühr.

Bezahlt wird auf drei Ebenen: die monatliche Grundgebühr je Tarif, eine Gebühr je Zahlung und die Apps, die ihr nutzt. Vor allem der letzte Posten wird unterschätzt. Ein Shop, der mit fünf Apps startet, hat nach zwei Jahren oft fünfzehn, und deren Summe übersteigt dann gern die Grundgebühr. Die laufenden Kosten gehören deshalb vor dem Start durchgerechnet, nicht danach.

Wozu wird Shopify verwendet?

Shopify ist die Abkürzung zum eigenen Onlineshop. Typische Einsatzgebiete sind:

  • Shops mit kleinem bis mittlerem Sortiment, die schnell online sein sollen
  • Marken, die direkt an Endkunden verkaufen, neben oder statt dem Handel
  • Ladengeschäfte, die einen zweiten Verkaufskanal im Netz aufbauen
  • Produkttests und neue Marken, bei denen noch niemand weiß, ob der Shop trägt
  • Teams ohne eigene IT, bei denen niemand Server und Updates betreuen kann

Wir richten Shopify für Kunden ein, bei denen genau dieses Profil passt: eigenes Theme statt gekauftem Standardaussehen, Zahlung und Versand angebunden, und eine ehrliche Rechnung über die laufenden Kosten. Wann wir stattdessen zu einem anderen System raten, steht auf unserer Onlineshop-Seite.

Die Geschichte von Shopify

Shopify entstand aus einem Snowboard-Shop. Der deutschstämmige Programmierer Tobias Lütke wollte 2004 in Kanada Snowboards über das Netz verkaufen und fand keine Shopsoftware, die ihm gefiel. Also baute er selbst eine. Der Snowboard-Verkauf blieb eine Randnotiz, die Software wurde das Geschäft: 2006 startete sie unter dem Namen Shopify für alle.

Gestartet
2006, aus einem eigenen Snowboard-Shop entstanden
Anbieter
Shopify Inc. aus Ottawa, Kanada
Modell
Gemietet, läuft auf den Servern des Anbieters
Kosten
Monatliche Gebühr, dazu Gebühren je Zahlung und für Apps
Verbreitung
Millionen Shops weltweit, stark bei kleinen und mittleren Sortimenten

Vom Snowboardshop zur Plattform

Zwei Bildschirme mit Code in einem dunklen Büro

Ein Shop für Snowboards

Tobias Lütke will online Snowboards verkaufen und ärgert sich über die vorhandene Shopsoftware. Er schreibt kurzerhand eine eigene, zunächst nur für den eigenen Laden.

2004

Die Grenzen von Shopify

Die Miete nimmt euch Arbeit ab, und sie nimmt euch Möglichkeiten. Beides gehört zur ehrlichen Antwort auf die Frage, was Shopify ist:

  • Der Kern ist unantastbar: Bestellablauf und Grundverhalten lassen sich nur so weit anpassen, wie Shopify es vorsieht
  • Sonderfälle werden teuer: viele Varianten, Preise je Kundengruppe oder ungewöhnliche Abläufe brauchen App-Stapel, die monatlich kosten
  • Ihr seid Mieter: Preiserhöhungen, geänderte Regeln oder gestrichene Funktionen kommen vom Anbieter, und ihr könnt nur mitgehen
  • Die Daten liegen beim Anbieter: Export ist möglich, aber ein Umzug in ein anderes System bleibt ein eigenes Projekt

Für viele Händler wiegen diese Punkte leicht, weil sie schlicht nie an die Grenzen stoßen. Wichtig ist nur, sie vor der Entscheidung zu kennen und nicht erst, wenn der Shop läuft und der Wechsel weh tut.

Shopify oder eigener Shop?

Die Frage hinter der Frage lautet: mieten oder besitzen? Ein eigener Shop, ob mit Shopware, WooCommerce oder als Eigenentwicklung, gehört euch samt Server und Daten. Er kostet mehr am Anfang und braucht laufende Pflege, dafür wächst er mit jedem Sonderwunsch mit. Shopify ist die richtige Wahl, wenn:

  • der Shop schnell stehen soll und das Budget für ein großes Projekt fehlt
  • das Sortiment überschaubar ist und der Bestellablauf der Norm entspricht
  • niemand im Haus Server, Updates und Sicherheit betreuen kann oder will
  • ihr erst prüfen wollt, ob der Onlineverkauf überhaupt trägt

Der eigene Shop gewinnt, sobald das Geschäft von Sonderfällen lebt: Geschäftskunden mit eigenen Preisen, Anbindung an die Warenwirtschaft, ein Bestellablauf, der zum Betrieb passt statt zur Software. Es gibt auch den Mittelweg: Shopify im Hintergrund und eine selbst entwickelte Oberfläche davor, etwa mit Next.js. Das lohnt aber erst, wenn die Standardoberfläche wirklich zu eng wird.

Shopify aus Kundensicht

Für Auftraggeber ist Shopify zunächst eine Rechenaufgabe. Die Einstiegskosten sind niedrig, dafür läuft die Miete für immer: Grundgebühr, Gebühren je Zahlung, Apps. Bei kleinem Umsatz ist das fast immer billiger als ein eigenes System mit Hosting und Pflege. Bei wachsendem Umsatz dreht sich die Rechnung irgendwann, weil die Abgaben je Verkauf mitwachsen, die Kosten eines eigenen Shops aber nicht im selben Maß.

Der zweite Punkt ist Abhängigkeit. Ihr baut euer Geschäft auf einer Plattform auf, deren Preise und Regeln ein Anbieter in Kanada festlegt. Das ist kein Grund zur Panik, Millionen Händler leben gut damit. Aber es ist ein Grund, von Anfang an sauber zu arbeiten: Produktdaten gepflegt halten, Kundendaten regelmäßig exportieren und beim Theme nichts verbauen, was einen späteren Wechsel des Systems unnötig teuer macht.

Lohnt sich Shopify noch?

Für seine Zielgruppe: ja, mehr denn je. Das System wird laufend ausgebaut, die Auswahl an Apps und Zahlungsarten wächst, und am Grundversprechen hat sich nichts geändert: ein Shop ohne eigene Technikabteilung. Wer klein startet und einfach verkaufen will, findet derzeit kaum einen bequemeren Weg.

Die ehrliche Einschränkung: bequem ist nicht dasselbe wie passend. Ob Shopify die richtige Wahl ist, entscheidet sich an Sortiment, Abläufen und der Frage, wohin der Shop in fünf Jahren soll. Genau diese Fragen stellen wir vor jedem Projekt. Wie wir dabei vorgehen, steht auf unserer Seite zur Shopify-Entwicklung: erst prüfen, dann bauen.

Was Shopify stark macht

Dampfende Tasse Kaffee vor einem aufgeklappten Laptop

Schnell am Markt

Von der Anmeldung bis zum ersten Verkauf vergehen Tage, nicht Monate. Für den Test einer Geschäftsidee gibt es kaum einen kürzeren Weg.

Ein Stapel Münzen mit einer blauen Schleife daneben

Zahlung inklusive

Kartenzahlung, Wallets und gängige Zahlarten sind eingebaut. Kein eigener Vertrag mit einem Zahlungsdienstleister, keine wochenlange Freischaltung.

Gang zwischen Serverschränken in einem Rechenzentrum

Keine Serverpflege

Updates, Sicherheit und Lastspitzen sind Sache des Anbieters. Auch am verkaufsstärksten Tag des Jahres muss bei euch niemand an den Server.

Bildschirm mit einer Übersicht laufender Dienste

Apps für fast alles

Bewertungen, Abos, Versandetiketten, Buchhaltung: der App-Store deckt die meisten Wünsche ab. Nur die monatlichen Kosten je App gehören mitgerechnet.

Unsere Arbeit mit Shopify

Einrichten kann Shopify fast jeder. Der Unterschied entsteht bei Theme, Anbindungen und der ehrlichen Kostenrechnung vorher.

  • Versandkarton neben einem Laptop mit einer Bestellübersicht

    Onlineshops

    Einrichtung mit eigenem Theme, Zahlungs- und Versandanbindung und einer Kostenrechnung, die auch die Apps ehrlich mitzählt.
  • Tablets mit Entwürfen, daneben Farbmuster und Stifte

    Design

    Ein Shop, der nach eurer Marke aussieht statt nach gekauftem Theme: Farben, Schriften und Bausteine für eure Inhalte.
  • Laptop mit einer Auswertung und einer steigenden Kurve

    Marketing

    Ein Shop ohne Besucher verkauft nichts. Wir kümmern uns um Sichtbarkeit bei Google und um Auswertungen, die Entscheidungen tragen.

Häufige Fragen

Gehört mir mein Shopify-Shop?

Euch gehören Marke, Inhalte und Daten, nicht aber die Software und die Server. Ihr mietet das System, solange ihr zahlt. Produkte, Kunden und Bestellungen lassen sich exportieren, das Theme und die Apps dagegen funktionieren nur innerhalb von Shopify.

Was ist Shopify Payments?

Die eingebaute Zahlungsabwicklung von Shopify. Kartenzahlungen und gängige Zahlarten laufen darüber, ohne dass ihr einen eigenen Vertrag mit einem Zahlungsdienstleister braucht. Wer stattdessen externe Anbieter nutzt, zahlt bei den meisten Tarifen eine zusätzliche Gebühr je Verkauf.

Kann ich Shopify ohne Agentur betreiben?

Den Alltag ja, und das ist der Sinn des Systems: Produkte, Bestellungen und Inhalte pflegt ihr selbst. Eine Agentur lohnt sich für Theme, Design, Anbindungen und die Ersteinrichtung, also für alles, was einmal richtig gemacht werden muss und danach lange hält.

Ist Shopify mit der DSGVO vereinbar?

Shopify lässt sich datenschutzkonform betreiben, verlangt aber Sorgfalt: Auftragsverarbeitungsvertrag abschließen, Datenschutzerklärung anpassen, Cookie-Einwilligung sauber einbauen und bei Apps prüfen, wohin Daten fließen. Weil Daten auch außerhalb der EU verarbeitet werden können, gehört das Thema in die Einrichtung, nicht in die Ablage.

Was ist der Unterschied zwischen Shopify und Shopware?

Shopify wird gemietet und läuft beim Anbieter, Shopware wird installiert und läuft auf einem Server eurer Wahl. Shopify startet schneller und ist im Alltag einfacher, Shopware lässt sich tiefer anpassen und rechnet sich bei großen Sortimenten und Geschäftskunden. Die Wahl hängt am Sortiment, nicht am Geschmack.

Wächst Shopify mit meinem Geschäft mit?

Technisch ja, Millionen Bestellungen sind für die Plattform kein Problem. Die Frage ist eher, ob eure Anforderungen mitwachsen: je mehr Sonderfälle, Kundengruppen und Anbindungen dazukommen, desto mehr Apps braucht es, und desto eher lohnt der Blick auf ein eigenes System.

Weiterlesen

  • Person am Laptop mit einer Bezahlkarte in der Hand

    Was ist Shopware?

    Shopware ist das bekannteste Shopsystem aus Deutschland, gebaut für Händler mit großen Sortimenten und Geschäftskunden. Woher es kommt, was es kostet und wann Shopify die einfachere Wahl ist, verständlich erklärt.
  • Darstellung eines Einkaufskorbs mit Tüten und Rabattsymbol

    Was ist WooCommerce?

    WooCommerce macht aus einer WordPress-Seite einen Onlineshop und gehört zu den meistgenutzten Shoplösungen im Netz. Wie das funktioniert, was es kostet und wann Shopify die bessere Wahl ist, verständlich erklärt.
  • Schreibtisch mit Laptop, Tasse und Notizblock

    Was ist Payload?

    Payload ist ein Headless-CMS in TypeScript, das direkt in einer Next.js-Anwendung mitläuft: Webseite und Inhalte sind ein Projekt. Wie das funktioniert, woher es kommt und wann Strapi oder WordPress besser passen, verständlich erklärt.

Kontakt und kostenlose Beratung

Hände tippen auf einer Laptop-Tastatur, daneben eine Tasse Kaffee
Telefon0208 78015410E-Mailinfo@akinware.com
Adresse
Huyssenstraße 6G, 46119 Oberhausen
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