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Was kostet eine Website 2026? Realistische Preise für den Mittelstand
Echte Preise statt Phantasie-Zahlen: Was eine Landing-Page, eine Corporate-Website oder ein E-Commerce-Shop 2026 in Deutschland wirklich kostet. Plus was den Preis macht, was versteckte Kosten sind und wie du dein Budget realistisch einschätzt.

Die Frage „Was kostet eine Website?" ist die häufigste, die wir in Erstgesprächen hören. Die ehrliche Antwort: zwischen 500 € und 100.000 €. Das hilft dir nicht weiter. Deswegen hier eine konkrete, ehrliche Aufschlüsselung mit echten Preisen für 2026, basierend auf dem, was wir und andere Agenturen im DACH-Raum tatsächlich abrechnen.
Vorweg eine Klarstellung: Ein seriöses Angebot bekommst du nur nach einem Scoping-Gespräch, in dem geklärt wird, was deine Website können soll. Was du in diesem Artikel findest, sind realistische Preisspannen für typische Projekt-Größen. Damit kannst du dein Budget einordnen, bevor du das erste Mal anrufst.
Warum sich die Frage so schwer beantworten lässt
Es gibt mehrere Gründe, warum Agenturen ungern eine pauschale Antwort geben:
- Eine "Website" ist alles. Eine einseitige Landing-Page für ein Event ist eine Website. Ein Multi-Tenant-SaaS mit Login, Rollen und API-Anbindung ist auch eine Website. Beides hat den gleichen Namen, aber tausendfach unterschiedlichen Aufwand.
- Stundensätze variieren stark. Eine Freelancer-Stunde in Berlin kostet 65 bis 120 €. Eine Agentur in München rechnet 130 bis 180 €. Beide schreiben "Webentwicklung" auf die Rechnung.
- Die meisten Agenturen kalkulieren auf Stundenbasis statt mit Festpreis. Das heißt: du erfährst die Endsumme erst nach Projektende. Schlecht für dein Budget, gut für die Marge der Agentur.
Wir bei Akinware arbeiten anders, dazu unten mehr. Erst die echten Zahlen.
Die fünf Preisstufen einer Website im Mittelstand 2026
Hier die fünf typischen Projekt-Größen, mit denen wir und andere DACH-Agenturen täglich zu tun haben. Preise sind netto, ohne Drittanbieter-Kosten (Hosting, Domains, Stockbilder, Premium-Plugins).
1. Landing-Page (1 bis 3 Seiten)
Preis-Spanne: 500 bis 2.000 €
Eine fokussierte Seite mit einem klaren Ziel: Anfrage generieren, Anmeldung einsammeln, ein Produkt vorstellen. Eine Hero-Sektion, drei bis vier Content-Blöcke, ein Formular, ein Footer. Kein CMS, keine Sub-Navigation.
Was drin sein sollte: Mobile-First-Design, schnelles Hosting, DSGVO-konformes Formular, Tracking-Setup (Plausible oder GA4 mit Consent), 30 Tage Hyper-Care nach Launch.
Was nicht reinpasst: Eine "richtige" Navigation, Blog-Funktion, Mehrsprachigkeit, individuelle Datenbank.
Akinware-Festpreis: ab 299 € für eine fertige Landing-Page in 1 bis 2 Wochen. Inklusive Brand-Anpassung, Texte nach Briefing und Vercel-Hosting-Setup auf deinem Konto.
2. Standard-Business-Website (5 bis 10 Seiten)
Preis-Spanne: 1.500 bis 5.000 €
Die klassische Mittelstands-Website: Startseite, Über uns, Leistungen, Referenzen, Kontakt, Impressum, Datenschutz. Optional ein einfaches Blog/News-System und Mehrsprachigkeit.
Was drin sein sollte: Headless-CMS (Sanity, Strapi) für Inhalts-Pflege durch das Team, Optimierung der Core Web Vitals, Server-rendered HTML für SEO-Crawler, SEO-Setup mit JSON-LD und Sitemap.
Was nicht reinpasst: E-Commerce, Login-Bereich, individuelle Geschäftslogik, Buchungssystem.
Akinware-Festpreis: ab 499 € für eine Standard-Website in 2 bis 4 Wochen. Mit Sanity-CMS, Vercel-EU-Hosting und sauberer Mobile-Optimierung.
3. Corporate-Website mit CMS und Anspruch (10 bis 30 Seiten)
Preis-Spanne: 5.000 bis 15.000 €
Größere Unternehmensauftritte mit redaktionellem Workflow, Mehrsprachigkeit, Case-Studies, Team-Bereich, Karriere-Seite und teilweise integrierter Bewerbungs-Funktion. Oft mit einer Marketing-Automation-Anbindung (HubSpot, Mailchimp) und A/B-Test-Setup.
Was drin sein sollte: Professionelles Design-Konzept oder Brand-Refresh, Headless-CMS mit Workflow für mehrere Redakteur:innen, Custom-Animationen, Performance-Optimierung auf Lighthouse-95+, vollständige SEO/GEO-Optimierung mit strukturierten Daten, Wartungs-Retainer für die ersten Monate.
Was den Preis nach oben treibt: Aufwendiges Design (Custom-Illustrationen, Motion-Design), individuelle Komponenten, Anbindung an bestehende Systeme (CRM, ERP, Personio).
Akinware-Bereich: typischer Preisrahmen 4.000 bis 12.000 €, je nach Komplexität. Festpreis nach Scoping.
4. E-Commerce-Shop
Preis-Spanne: 8.000 bis 30.000+ €
Online-Shops sind eine eigene Welt. Es gibt zwei realistische Wege:
Variante A: Shopify oder vergleichbar (Hosted)
8.000 bis 18.000 € für ein professionelles Setup mit individuellem Theme, Anbindung an Warenwirtschaft, Payment-Setup, Versand-Logik, DSGVO-konformer Checkout. Monatliche Lizenzkosten kommen extra (29 bis 299 €/Monat bei Shopify).
Variante B: Headless-Commerce mit Medusa, commercetools oder Custom
15.000 bis 30.000+ € für Setups mit voller Frontend-Kontrolle (z. B. Next.js mit Sanity als PIM und Shopify oder Medusa als Backend). Lohnt sich bei mehreren Vertriebskanälen, eigenem Branding oder Performance-Anspruch jenseits dessen, was Shopify-Themes leisten.
Was den Preis nach oben treibt: Anzahl Produkte mit Varianten, B2B-Funktionen (Preisgruppen, Login-Pflicht), Multi-Vendor-Setup, ERP-Integration, internationale Steuer- und Versand-Logik.
5. Custom Web-App oder SaaS-Produkt
Preis-Spanne: 15.000 bis 100.000+ €
Anwendungen mit Login, Datenbank, Workflow-Logik und individuellen Features. Das ist keine Website mehr im klassischen Sinn, sondern ein Software-Produkt mit Web-Frontend.
Was darunter fällt: B2B-Portale, interne Tools, SaaS-MVPs, Buchungssysteme, Mitglieder-Bereiche, Marketplaces.
Was den Preis treibt: Komplexität der Geschäftslogik, Multi-Tenancy, externe Integrationen (Stripe, Zoom, ERP), Compliance-Anforderungen (DSGVO, ISO 27001, BSI-Grundschutz), Performance auf Skalierung.
Akinware-Bereich: ab 6.000 € für einen schlanken MVP, typischerweise 15.000 bis 50.000 € für ein Produkt mit echtem Nutzwert. Wir empfehlen für solche Projekte einen Blick in unsere Webentwicklung-Leistungen und unsere TypeScript-Spezialisierung.
Was den Preis am stärksten beeinflusst
Wenn du zwei Angebote vergleichst, die mit 5.000 € versus 15.000 € weit auseinander liegen, dann meist nicht, weil eine Agentur frecher kalkuliert. Es sind diese Faktoren:
Seitenzahl und Inhalts-Aufwand. Eine Seite ist nicht eine Seite. Eine Hero-Sektion mit drei Content-Blöcken bauen wir in einer Stunde. Eine interaktive Pricing-Tabelle mit Konfigurator braucht zwei Tage.
Design-Aufwand. Template-basierte Sites starten bei 1.500 €. Vollständig individuelles Brand-Design mit Custom-Illustrationen und Motion-Design beginnt bei 5.000 € allein für die Design-Phase, vor jeder Zeile Code.
Funktionen. Ein Kontaktformular ist Standard. Ein Formular mit conditional logic, automatischer Lead-Scoring und CRM-Anbindung ist ein 2-bis-5-Tage-Projekt extra.
CMS-Wahl. WordPress mit fertigem Theme ist günstig im Setup, teuer in der Wartung. Sanity oder Strapi sind teurer im Setup, sicherer und schneller im Betrieb. Wir setzen bei jedem Mittelstandsprojekt auf Sanity, weil die Pflege ohne Entwickler:innen funktioniert.
Hosting und Wartung. EU-Hosting auf Vercel oder Hetzner ist DSGVO-konform und schnell. Shared-Hosting bei 1blu für 3,99 €/Monat ist es nicht. Realistische Hosting-Kosten 2026: 15 bis 60 €/Monat. Wartungs-Retainer: 100 bis 400 €/Monat je nach Umfang.
Stack. Next.js mit TypeScript ist nicht teurer als WordPress, aber die Entwickler:innen, die das gut beherrschen, sind seltener und damit besser bezahlt. Der Unterschied zeigt sich in Wartbarkeit und Geschwindigkeit, nicht im Initial-Preis.
Versteckte Kosten, vor denen du dich hüten solltest
Diese Posten tauchen in vielen Angeboten erst nach der Unterschrift auf. Achte beim ersten Gespräch direkt darauf.
Lizenzen für Plugins und Premium-Themes. Manche WordPress-Themes kosten 80 bis 300 € pro Jahr. Tracking-Tools (HotJar, Hubspot) starten bei 50 €/Monat. Wenn das nicht im Angebot steht, kommt es später.
Stock-Bilder oder Custom-Fotografie. Ein Shooting für Team-Fotos kostet 800 bis 2.500 €. Premium-Stock pro Bild 50 bis 200 €.
Texterstellung. Wenn du keine fertigen Texte hast und sie nicht selbst schreibst, kommen 80 bis 200 € pro Seite Copywriting dazu.
Domain und SSL. Standard-Domains kosten 10 bis 20 €/Jahr. SSL ist heute kostenlos (Let's Encrypt), aber manche Agenturen rechnen 50 bis 100 €/Jahr dafür ab. Frag nach.
Datenschutz und Rechtstexte. Impressum und Datenschutzerklärung kosten beim Anwalt oder bei eRecht24 30 bis 200 €/Jahr für die rechtssichere Variante. Selbst zusammengebastelt ist riskant.
Migration nach dem Launch. Wenn du nach 2 Jahren die Agentur wechselst, kostet die Übergabe oft 1.000 bis 3.000 €. Achte darauf, dass du den Code-Zugang und Hosting-Zugriff in deinem eigenen Konto hast, nicht in dem der Agentur.
Was Akinware anders macht: Festpreis und EU-Hosting
Bei Akinware bekommst du nach einem kostenlosen 30-Minuten-Scoping-Gespräch einen verbindlichen Festpreis. Keine Stundenabrechnung, keine Nachträge, keine bösen Überraschungen.
Unsere Einstiegspreise sind transparent auf der Site sichtbar:
- Landing-Page ab 299 € in 1 bis 2 Wochen
- Standard-Website ab 499 € in 2 bis 4 Wochen
- Webentwicklung ab 499 € ab Standard-Site bis zur B2B-Plattform
- App-Entwicklung ab 699 € für native iOS- und Android-Apps
- KI-Automatisierung ab 199 € für Chatbot- oder Workflow-Setup
Mehr Details findest du auf unseren Leistungen-Seiten und in der Technologien-Übersicht.
Hosting läuft auf Vercel mit europäischer Region oder als Alternative bei Hetzner Deutschland, immer DSGVO-konform mit Auftragsverarbeitungs-Vertrag. Du bekommst Zugriff auf dein eigenes Konto, nicht auf unseres. Das ist wichtig, falls du irgendwann den Anbieter wechseln willst.
Wartung gibt es optional als Retainer ab 199 €/Monat: regelmäßige Updates, Security-Scans, Monitoring und kleinere Feature-Erweiterungen.
Was du für dein Budget realistisch erwarten kannst
Zur Orientierung, was du für typische Mittelstands-Budgets bekommst:
Budget 1.000 bis 3.000 €: Eine professionelle Landing-Page oder eine schlanke 5-Seiten-Site auf modernem Stack. Nicht alles, aber das, was du wirklich brauchst, sauber gebaut.
Budget 3.000 bis 8.000 €: Eine vollständige Standard-Website mit CMS, Brand-Anpassung, SEO-Setup und 3 Monaten Wartung inkludiert. Für 80% aller Mittelstands-Use-Cases reicht das.
Budget 8.000 bis 20.000 €: Eine Corporate-Website mit individuellem Design, mehrsprachigem CMS, Marketing-Tool-Anbindung und 12 Monaten Wartung. Reicht auch für kleinere Online-Shops.
Budget über 20.000 €: Custom-Anwendungen, größere E-Commerce-Plattformen, SaaS-MVPs. Hier wird interessant, ob du intern Entwickler:innen einstellst oder mit einer Agentur arbeitest. Wir empfehlen oft eine Mischung.
Fazit: Frag nach, was wirklich drin ist
Eine Website 2026 kostet zwischen 500 € und über 100.000 €. Diese Spanne sagt erst dann etwas aus, wenn klar ist, was darunter zu verstehen ist.
Drei konkrete Tipps für dein nächstes Erstgespräch:
Erstens: Frag nach einem Festpreis statt Stundenabrechnung. Wenn die Agentur sich weigert, weil "der Umfang nicht klar genug ist", liegt das oft daran, dass das Scoping nicht gemacht wurde. Bestehe drauf.
Zweitens: Frag, in welchem Konto Hosting und Code liegen. Steht da "in unserem", flieh.
Drittens: Frag, was bei einer Migration weg von der Agentur passiert. Wenn die Antwort lautet "das ist nicht vorgesehen", dann wirst du irgendwann in der Falle sitzen.
Wenn du gerade dabei bist, ein Website-Projekt zu planen und unsicher bist, wie viel realistisch sein kann, schreib uns einfach. Wir geben dir nach einem 30-Minuten-Gespräch eine kostenlose, ehrliche Einschätzung, was dein Vorhaben realistisch kostet. Auch wenn du am Ende nicht mit uns arbeitest. Schreib an info@akinware.com oder ruf an unter +49 176 22681155.
Häufige Fragen zu diesem Thema
Was ist der Unterschied zwischen Festpreis und Stundenabrechnung?
Beim Festpreis verpflichtet sich die Agentur, das vereinbarte Projekt zum vereinbarten Preis zu liefern. Bei Stundenabrechnung wird pro tatsächlich gearbeiteter Stunde abgerechnet, wodurch der Endpreis erst am Projektende feststeht. Festpreis ist für dich planbarer, setzt aber sauberes Scoping voraus. Wir empfehlen Festpreis für alle Projekte unter 30.000 € und Hybrid-Modelle für größere Custom-Projekte.Lohnt sich eine Website unter 500 €?
Selten. Für unter 500 € bekommst du entweder ein vorgefertigtes Template ohne individuelle Anpassung oder einen Studi-Job ohne sauberes Setup. Beide sind kurzfristig günstig, langfristig teuer (durch Performance-, SEO- und Wartungsprobleme). Wenn dein Budget wirklich bei 300 bis 500 € liegt, ist ein Website-Baukasten wie Webflow oder Wix oft die bessere Option als eine echte Agentur.Warum sind WordPress-Websites oft günstiger im Angebot, aber teurer im Betrieb?
WordPress ist im Setup günstig, weil es viele fertige Themes und Plugins gibt. Aber: Plugin-Updates müssen regelmäßig eingespielt werden, Sicherheits-Patches kommen wöchentlich, kostenpflichtige Plugin-Lizenzen sammeln sich. Ein WordPress-Setup für 2.000 € kostet über 5 Jahre oft 4.000 bis 6.000 € extra in Wartung und Lizenzen. Eine moderne Headless-Lösung mit Sanity und Next.js hat höhere Initial-Kosten, aber deutlich niedrigere Folgekosten.Sollte ich eine Agentur oder einen Freelancer beauftragen?
Freelancer sind günstiger pro Stunde, aber riskanter bei Verfügbarkeit (Krankheit, Auftragsspitzen) und meist auf eine Disziplin spezialisiert (nur Design oder nur Entwicklung). Agenturen sind teurer, dafür bekommst du Design, Entwicklung, SEO und Wartung aus einer Hand. Faustregel: bei Projekten unter 3.000 € reicht oft ein guter Freelancer. Bei Projekten über 5.000 € lohnt sich die Agentur, weil mehrere Disziplinen koordiniert zusammenarbeiten müssen.Was kostet die Wartung einer Website pro Monat?
Realistische Wartungs-Retainer 2026: 100 bis 250 €/Monat für eine Standard-Website (Updates, Monitoring, kleine Korrekturen), 250 bis 500 €/Monat für Sites mit CMS-Support und kleineren Feature-Erweiterungen, ab 500 €/Monat für E-Commerce oder Custom-Anwendungen mit höherem Verfügbarkeits-Anspruch. Selbst-gewartet ist kein guter Plan: ein einziger Sicherheits-Vorfall kann teurer werden als ein Jahr Retainer.